Am 17. September 2026 kam der Gemeinderat Emersacker zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammen.
Bürgermeister Karl-Heinz Mengele informierte den Gemeinderat zunächst über den aktuellen Stand beim Anwesen Kapellenweg 8, in dem ursprünglich eine Flüchtlingsunterkunft vorgesehen war. Wie bereits berichtet, hatte die Gemeinde während der Sommerpause auf Nachfrage vom Landratsamt Augsburg die Mitteilung erhalten, dass der Mietvertrag für die geplante Flüchtlingsunterkunft gekündigt wurde. Nach Auskunft des Landratsamtes ist auch nicht vorgesehen, für das Gebäude einen neuen Mietvertrag als Flüchtlingsunterkunft abzuschließen. Zwischenzeitlich gibt es auch Klarheit über die weitere geplante Nutzung des Gebäudes. Anfang September ging beim Landratsamt Augsburg ein Bauantrag ein. Dieser sieht vor, im bestehenden Gebäude drei Wohneinheiten einschließlich der erforderlichen Stellplätze zu realisieren. Nach Prüfung der Unterlagen durch das Landratsamt wird die Gemeinde Emersacker im Rahmen des üblichen Genehmigungsverfahrens beteiligt.
Über den aktuellen Stand der von der Gemeinde Emersacker im Rahmen des Regionalbudgets des Entwicklungsforums Holzwinkel und Altenmünster eingereichten Projekte berichtete Bürgermeister Mengele ebenfalls. Der Spielplatz an der Kinderkrippe ist mittlerweile fertiggestellt. Die ursprünglich für Mitte Juli geplante Eröffnungsfeier musste aufgrund der Witterung leider entfallen. Außerhalb der Öffnungszeiten der Kinderkrippe steht der Spielplatz künftig auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die abschließenden Unterlagen für die Förderung wurden inzwischen eingereicht
Ein weiteres Projekt betrifft die Ausstattung der Stuckräume im Mansardengebäude mit Büromöbeln. Die Räume werden im Rahmen des Projekts „Gute Pflege“ genutzt. Die vorgesehenen Möbel wurden mittlerweile angeschafft und befinden sich bereits in den Räumlichkeiten.
Unter „Sonstiges“ berichtete Bürgermeister Mengele über den Wunsch nach einem Buswartehäuschen an der Haltestelle „Lauterbrunner Straße“ in Fahrtrichtung Ortsmitte/Wertingen. Hierzu wurde bei der Gemeinde eine Unterschriftenliste eingereicht, die unter anderem von den betroffenen Schülerinnen und Schülern unterstützt wird.
Der Gemeinderat möchte sich bei der nächsten Bauausschusssitzung Ende September direkt vor Ort ein Bild von der Situation machen und anschließend über das weitere Vorgehen beraten. Als möglicher Standort kommt ein Grünstreifen des Staatlichen Bauamtes infrage. Im Vorfeld soll deshalb geklärt werden, ob dort grundsätzlich die Errichtung eines Wartehäuschens möglich wäre. In gleicher Weise soll die Situation an der Haltestelle „Sägmühle“ in Fahrtrichtung Ortsmitte/Wertingen geprüft werden. Auch dort besteht der Wunsch nach einem Wartehäuschen.
Aufgrund wiederkehrender und starker Verkalkungen an Spülkästen und Armaturen im Schloss beschäftigte sich der Gemeinderat zudem mit der möglichen Installation einer Wasseraufbereitungsanlage. Gemeinderat Andreas Lahner hatte hierzu ein entsprechendes Angebot eingeholt. Im Gemeinderat bestand grundsätzlich Einigkeit darüber, eine solche Anlage zu installieren. Vor einer endgültigen Vergabe sollen jedoch noch zwei weitere Vergleichsangebote eingeholt werden.
In den kommenden Tagen beginnen außerdem die Arbeiten zur Erneuerung des Fassadenanstrichs am Feuerwehrhaus auf den Seiten zur Schmiedgasse und Raiffeisenstraße. 3. Bürgermiester Martin Bigelmaier erläuterte das geplante Vorgehen. Zunächst wird ein Gerüst aufgestellt und die Fassade gereinigt, bevor der eigentliche Anstrich erfolgt. Zur fachlichen Abstimmung wurde Peter Engelhardt hinzugezogen. Besonders erfreulich: Die Malerarbeiten werden ehrenamtlich von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt. Die Gemeinde übernimmt die anfallenden Materialkosten.
2. Bürgermeister Manfred Schußmann informierte über den aktuellen Stand beim Bau der neuen Toilettenanlage am Gemeindestadel. Dabei würdigte er insbesondere den großen Einsatz von Gemeinderat Stefan Bauer sowie der beteiligten Studierenden. Sein Dank galt ebenso den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs und den Helferinnen und Helfern aus der Gemeinde, die das besondere Projekt tatkräftig unterstützen.
Abschließend berichtete Schußmann über den Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 im Klostergebäude. Rund 20 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, mehr über das historische Gebäude zu erfahren. Siegfried Karner, Alois Heim und Michael Müller führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Räume des ehemaligen Klosters und des heutigen Kindergartens und vermittelten dabei interessante Einblicke in das Gebäude und seine Geschichte.