Informationen aus der Gemeinderatssitzung vom 20.05.2026 | Blog Beitrag

Informationen aus der Gemeinderatssitzung vom 20.05.2026

Informationen aus der Gemeinderatssitzung vom 20.05.2026

Ein zentraler Schwerpunkt der Sitzung war die Vorstellung des aktuellen Planungsstandes zum bestandsorientierten Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Emersacker und Heretsried durch Christof Geiger vom Staatlichen Bauamt Augsburg. Dabei wurden die bestehenden Herausforderungen der Strecke ausführlich dargestellt. Insbesondere die engen Kurvenbereiche, starke Steigungen sowie die bislang fehlenden Radwegverbindungen entsprechen in Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Ein wesentlicher Punkt ist zudem der unzureichende Unterbau der bestehenden Straße, welcher nach Aussage des Staatlichen Bauamts eine reine Sanierung des Bestandes ausschließe. Gleichzeitig müssen bei den Planungen auch zahlreiche Biotope sowie Belange des Arten- und Umweltschutzes entlang der Strecke berücksichtigt werden.

Vorgestellt wurde die aktuelle Genehmigungsplanung für die künftige Strecke sowie mögliche Verbesserungen für den Radverkehr im Bereich Emersacker, Lauterbrunn und Heretsried. Zudem wurde erläutert, dass geplante Querungshilfen an den Ortseingängen künftig zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit und damit sowohl zu mehr Verkehrssicherheit als auch zu einer geringeren Lärmbelastung für die Anwohner beitragen sollen. Christof Geiger verwies auch auf den in der Vergangenheit durchgeführten runden Tisch mit allen Beteiligten, aus dem die nun vorliegende Planung hervorgegangen ist. Der Abschnitt Heretsried–Holzhausen befindet sich derzeit bereits im Planfeststellungsverfahren.

Mehrere Gemeinderäte betonten in der anschließenden Diskussion die große Bedeutung einer sicheren Radwegeverbindung zwischen den einzelnen Orten – insbesondere mit Blick auf die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Kinder und Jugendliche. Herr Geiger stellte in Aussicht, dass für den Bereich Emersacker bei einem positiven weiteren Verlauf der Planungen möglicherweise ab dem Jahr 2029 mit einem Baubeginn gerechnet werden könne.

Darüber hinaus befasste sich der Gemeinderat mit einem Bauantrag zur energetischen Sanierung und zum Ausbau eines Dachgeschosses im Amselweg. Der Gemeinderat sprach sich grundsätzlich positiv für die geplante Maßnahme aus.

Breiten Raum nahm außerdem die kommunale Wärmeplanung ein. Hierzu stellten Stefanie Beinhofer von der Firma Corwese sowie Klaus Gottschalk von der netCADservice GmbH den aktuellen Zwischenstand der laufenden Bestands- und Potentialanalyse vor. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, frühzeitig Strategien für eine langfristig sichere, wirtschaftliche und klimafreundliche Wärmeversorgung in der Gemeinde zu entwickeln. Im Rahmen der bisherigen Untersuchungen wurden unter anderem der Gebäudebestand, bestehende Heizsysteme sowie mögliche Potenziale für erneuerbare Energien und Nahwärmelösungen mit Hilfe statistischer Daten betrachtet. Bürgermeister Mengele betonte in diesem Zusammenhang, dass die kommunale Wärmeplanung zunächst vor allem eine strategische Grundlage für die kommenden Jahre schaffen solle.

Auch die Windkraftplanungen rund um Emersacker waren erneut Thema der Sitzung. Bürgermeister Mengele informierte über den aktuellen Sachstand des laufenden Genehmigungsverfahrens für insgesamt zehn geplante Windkraftanlagen durch die WKS bei Emersacker und Lauterbrunn. Die Gemeinde Emersacker habe sich bereits intensiv mit den umfangreichen Unterlagen auseinandergesetzt und verschiedene fachliche Punkte – insbesondere im Bereich Schall – nochmals zur Prüfung an das Landratsamt Augsburg weitergegeben. Voraussichtlich werde sich der Gemeinderat im Juni erneut mit dem gemeindlichen Einvernehmen befassen müssen. Gleichzeitig wurde auch über den aktuellen Stand der Fortschreibung des Regionalplans Windkraft informiert. Die Planung sehen hier unverändert Gebiete um Emersacker vor. Positiv hob Mengele, den Einsatz von Landrat Martin Sailer in dieser Thematik hervor. Durch die Kommunalwahlen wird sich auch das Gremium des Regionalen Planungsausschuss neu zusammenstellen. Bürgermeister Karl-Heinz Mengele wird künftig als einer von vier Vertretern des Bayerischen Gemeindetages aus dem Landkreises Augsburg im Regionalen Planungsausschuss mitwirken.

Unter Informationen und Sonstiges erläuterte der Vorsitzende außerdem nochmals den abgeschlossenen Ersatzneubau der Brücke im Kapellenweg. Anlass war die Einreichung des Verwendungsnachweises samt Sachbericht am Sitzungstag. Die Gesamtmaßnahme konnte im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt werden. Die tatsächlichen Gesamtkosten beliefen sich auf rund 256.000 Euro, wovon etwa 126.000 Euro über Fördermittel gedeckt werden.

Im Rahmen der allgemeinen Informationen berichtete der Vorsitzende zudem über verschiedene laufende Maßnahmen und Ereignisse in der Gemeinde. So wurden zwischenzeitlich zwei schadhafte Kanaldeckel im Bereich Angerweg und Sportplatzstraße repariert beziehungsweise ausgetauscht.

Zudem blickte der Gemeinderat nochmals auf die Fahrzeugsegnung des neuen LF 10 der Freiwilligen Feuerwehr Emersacker zurück. Bürgermeister Mengele sprach allen Helferinnen und Helfern, Vereinen, Kirche sowie den zahlreichen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus. Die Veranstaltung habe eindrucksvoll gezeigt, welchen hohen Stellenwert das Ehrenamt und der Zusammenhalt in der Gemeinde besitzen. Besonders erfreulich sei gewesen, dass das Fest von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde und zahlreiche Gäste aus nah und fern, u.a. aus der Partnergemeinde Jauernick-Buschbach und dem befreundeten Poggenhagen begrüßt werden konnten.

Text: Gemeinde Emersacker

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