Zur Erinnerung: 150. Geburtstag von Pfarrer, Dekan und Ehrenbürger Ferdinand Fendt

Zur Erinnerung: 150. Geburtstag von Pfarrer, Dekan und Ehrenbürger Ferdinand Fendt

Vor 150 Jahren - am 8. Mai 1872 – ist Pfarrer Ferdinand Fendt in Jachenau (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) geboren. Er fühlte sich zum geistlichen Stand berufen, besuchte das Priesterseminar in Dillingen und wurde am 23. Juli 1898 in Augsburg zum Priester geweiht. Seine festliche Primiz feierte er am 14. August 1898 in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Weilheim. Von 1904 bis zu seinem Tod am 17. Februar 1950 - 46 Jahre – war er Pfarrer und Seelsorger in Emersacker.

Bei der Bevölkerung war Dekan Ferdinand Fendt sehr beliebt. Als talentierter Musiker, er selbst spielte mehrere Instrumente, von der Orgel bis zur Trompete, war er auch sehr für das geistliche und weltliche Musikleben in unserer Gemeinde bedacht. Beim Aufbau der Musikkapelle Emersacker im Jahre 1912 war er maßgebend beteiligt. Er nahm sich der bereits bestehenden kleinen Musikergruppe an und verstand es, sie zu einer Blaskapelle zu formen. Die Fronleichnamsprozessionen bereicherte er mit schönen Chorälen aus seiner oberbayerischen Bergheimat und die Marienlieder schrieb er für die Blechbläser um. Bei der Gründung des „Katholischen Burschenvereins Emersacker“ am 8. April 1912 war er der Präses. Die Freiwillige Feuerwehr Emersacker würdigte seine Verdienste mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft.

Trotz schwierigen Zeiten - zwei Weltkriege und zwei Geldentwertungen – hat Dekan Ferdinand Fendt für unsere Pfarrei viel bewegt: Bau des „Krankenhäuschens“ im Jahr 1909, Innenrenovierung der Pfarrkirche 1922, Sanierung und Neuausstattung der Gnadenkapelle 1931, Planung der Friedhofserweiterung südlich der Kirche 1948 und Bau des Leichenhauses 1949. Nachdem in den beiden Weltkriegen jeweils zwei der drei Kirchenglocken zu Kriegszwecken abgeliefert werden mussten, sorgte er zweimal wieder für Ersatz (1923 und 1950). Ab 1904 bekleidete Pfarrer Fendt das Amt des Lokalschulinspektors an der hiesigen Schule und ab 1925 war er Schuldekan für das Schuldekanat Welden.

Die Gemeinde Emersacker ernannte ihn aufgrund seines 25-jährigen segensreichen Wirkens im Jahr 1929 zum Ehrenbürger. Am 23. Juli 1938 feierte Dekan Fendt sein 40-jähriges und am 25. Juli 1948 sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Als dankbare Erinnerung an Pfarrer Fendt benannte die Gemeinde Emersacker im Jahr 1986 die Straße, die zur Pfarrkirche führt, nach ihm.

Text: Alois Heim

 

 

Bild: Dekan Ferdinand Fendt
Ehrenbürger

 

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