Informationen aus der 2. Sitzung des Gemeinderat Emersacker vom 5. Februar 2025 | Blog Beitrag

Informationen aus der 2. Sitzung des Gemeinderat Emersacker vom 5. Februar 2025

Informationen aus der 2. Sitzung des Gemeinderat Emersacker vom 5. Februar 2025

In der Sitzung des Gemeinderates Emersacker am 5. Februar 2025 stellte Bürgermeister Mengele den Haushalt für das Jahr 2026 vor. Er bezeichnete den Haushalt als schwierig, aber ehrlich: Der Plan bilde die finanziellen Rahmenbedingungen ab und verzichte bewusst auf „Schönfärberei“. Gleichzeitig machte Mengele deutlich, dass die Spielräume der Gemeinde immer enger werden und die Kommunen bei steigenden Pflichtaufgaben – insbesondere bei Kinderbetreuung und Ganztagsangeboten – dringend auf eine bessere finanzielle Ausstattung durch Bund und Land angewiesen sind, zumal diese Aufgaben den Gemeinden von Bund und Ländern übertragen wurden, ohne dass dafür dauerhaft ausreichende finanzielle Mittel bereitgestellt werden.

In der Haushaltssatzung werden die Eckwerte für 2026 festgesetzt: Der Verwaltungshaushalt (laufender Betrieb) schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 5.024.300 Euro ab und sieht eine Zuführung vom Vermögenshaushalt von rd. 200.000 Euro vor. Der Vermögenshaushalt (Investitionen und Finanzierung) umfasst 4.746.400 Euro.

Beim Rückblick auf das Haushaltsjahr 2025 geht aus dem Entwurf von Kämmerer Günther Tauber hervor, dass der Verwaltungshaushalt derzeit mit einem Überschuss von rund 50.000 Euro abschließt. Bei der damaligen Haushaltsaufstellung war noch mit einer Rückführung aus dem Vermögenshaushalt von rund 225.300 Euro gerechnet worden. Dass es nun besser aussieht, wird vor allem mit höheren Gewerbesteuereinnahmen sowie Mehreinnahmen beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer begründet; außerdem wurden einzelne Ausgabenansätze nicht vollständig ausgeschöpft.

Der größte Teil der laufenden Aufwendungen im Jahr 2026 entfällt weiterhin auf die Kinderbetreuung. Für die Betreuung sowohl in Kindertageseinrichtungen außerhalb der Gemeinde als auch im Kinderhaus Emersacker (Kindergarten und Kinderkrippe) ist ein Gesamtaufwand von 2.587.300 Euro vorgesehen.

Für den Schulverband Emersacker liegen der Umlage in diesem Jahr 73 Schüler aus Emersacker zugrunde. Bei einer Gesamtschülerzahl von 127 (ohne Gastschüler) beträgt die Umlage je Schüler 2.863,78 Euro. Für den Schulverband Welden ist die Verwaltungsumlage laut Entwurf noch vorläufig, da die Beschlussfassung über dessen Haushalt noch aussteht. Emersacker ist dort in diesem Jahr mit 23 Verbandsschülern beteiligt (Vorjahr: 18 Schüler), woraus sich eine Verwaltungsumlage von rund 50.000 Euro ergeben könnte.

Im Haushaltsentwurf war zunächst von einem Anstieg der Kreisumlage um zwei Prozentpunkte ausgegangen. Nach aktuellen Informationen soll diese nun voraussichtlich nur um 1,5 Prozentpunkte steigen, was für die Gemeinde eine Entlastung von rund 9.000 Euro bedeutet. Dennoch bleibt die Belastung hoch: Im Jahr 2026 muss die Gemeinde Emersacker voraussichtlich rund 913.000 Euro an den Landkreis abführen.

Im Vermögenshaushalt 2026 sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4.746.400 Euro veranschlagt. Ein zentrales Vorhaben ist der Ankauf und die Erschließung von Wohnbauflächen im Bereich „Am Weinberg“. Hierfür sind neben Grunderwerbskosten auch Mittel für Erschließungsmaßnahmen von rund 575.000 Euro sowie für Straßenbaukosten von etwa 700.000 Euro vorgesehen.

Die Finanzierung des Vermögenshaushalts erfolgt im Wesentlichen durch den geplanten Verkauf von Wohnbaugrundstücken. Zusätzlich sind Zuwendungen für den Erwerb des neuen Feuerwehrfahrzeugs, der Brücke im Kapellenweg, sowie Zuschüsse aus dem Sondervermögen Infrastruktur eingeplant. Für den Breitbandausbau werden weitere 255.000 Euro angesetzt. Aus den Vorjahresüberschüssen können zunächst 630.000 Euro aus der Rücklage entnommen werden, die – bei entsprechender Entwicklung des Investitionsplans – wieder mit 552.600 Euro aufgefüllt werden sollen.

Einstimmig beschloss das Gremium den Entwurf zum Haushalt 2026.

Unter „Sonstiges“ informierte Bürgermeister Mengele außerdem über vermehrte Beschwerden im Zusammenhang mit Hunden und nicht beseitigten Hinterlassenschaften – besonders im Bereich Friedhof, Schule und Fuggerstraße, aber auch in anderen Gemeindeteilen. Ende März wird deswegen ein Anschreiben an die Hundehalter versendet; beigefügt wird ein Flyer des Naturparks Augsburg Westliche Wälder zur Sensibilisierung.

Ein weiteres Thema waren Beschwerden zum verkehrsberuhigten Bereich in der Bürgermeister-Graber-Straße. Dort sollen zur Verbesserung der Situation eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage eingesetzt werden sowie zwei mobile Verkehrsinseln aufgebaut werden.

Text: Gemeinde Emersacker

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